Administración

Das Colegio Alemán Concordia wurde 1975 gegründet und ist ständig gewachsen, sowohl an Bauten und Einrichtungen, als auch hinsichtlich der Schülerzahl. Die deutsche Sprache und Kultur, eine christlich-biblisch orientierte Erziehung und eine gute akademische Ausbildung waren die Hauptelemente bei der Gründung. Es ist eine Herausforderung an uns, eine Begegnungsschule im weitesten Sinne des Wortes zu sein.

Organisation

  • Schulvorstand
    Die Schulvorstandsmitglieder und der Vorsitzende werden von der Vollversammlung der Asociación Menonita de Ayuda Evangélica (AMAE) gewählt. Dieser Vorstand organisiert sich intern. Der Schulvorstand trifft sich einmal monatlich, um über pädagogische, finanzielle und administrative Fragen und Anliegen zu beraten. Außerdem beteiligen sich der Schulleiter, der Vizeleiter, der Verwalter und ein Gemeindeleiter der beiden Trägergemeinden an den Sitzungen.
  • Schulleitung
    Der Schulleiter wird vom Schulvorstand angestellt. Er ist für den normalen Verlauf der schulinternen Angelegenheiten, die Beziehungen zum Ministerium für Bildung und Kultur und zu den Eltern verantwortlich. Ihm stehen der Vizeleiter, die Kurrikulumkommission, der Schulkaplan und die Psychologinnen zur engeren Beratung zur Seite.
  • Schulpersonal
    Lehrer/innen, Sekretärinnen und Bibliothekarinnen werden nach Absprache mit dem Schulvorstand vom Schulleiter angestellt. In der Vorschule führt eine Lehrerin die ganze Klasse, das heißt, sie bewältigt den ganzen Stoffplan, während von der 1. Klasse bis zum 3. Kurs ein Klassenlehrer die Klasse führt und für bestimmte Fächer Fachkräfte eingesetzt werden.
  • Stoffplan
    Da alle Schulen in Paraguay dem Bildungsministerium unterstehen, sind wir verpflichtet, uns den landesüblichen Stoffplänen anzupassen. Unter Anpassung verstehen wir, den Bestimmungen des Ministeriums Genüge zu tun und gleichzeitig auch den Anforderungen der „Concordia Gemeinschaft“ gerecht zu werden.
    Fächer wie Spanisch, Mathematik, Sozial- und Naturkunde sind Hauptfächer von der 1. Klasse bis zum 3. Kurs. Auch die musischen Fächer (Malen, Basteln, Singen, Musizieren), biblische Unterweisung, Sport und Informatik werden mit unterschiedlichen Schwerpunkten in allen Klassen unterrichtet. Gesundheitslehre wird nur in den ersten neun Jahren unterrichtet. Physik, Chemie, Psychologie und Philosophie stehen in den letzten drei Jahren auf dem Stundenplan. Zusätzlich gibt es Wahlfächer („Clubes“), wie Kochunterricht und Sport. Es wird an fünf Tagen pro Woche unterrichtet. Die Schüler der 1. – 6. Klasse haben eine 35- Stundenwoche. Die Schüler der Klassenstufen 7 bis 12 müssen 43 Stunden pro Woche bewältigen. Damit ist der Stundenplan an der Schule sehr vollgepackt.

  • Zweisprachige Schule
    In der Vorschule wird der Unterricht hauptsächlich in deutscher Sprache geführt. In der Primarschule werden die Fächer Deutsch als Mutter- und Fremdsprache, Mathemathik und christliche Erziehung in deutscher Sprache unterrichtet, während in der Sekundarstufe neben dem Deutschunterricht nur noch christliche Erziehung auf deutsch angeboten wird. In allen Klassen müssen mindestens 50% der Schüler die deutsche Sprache als Muttersprache beherrschen. Für den Deutschunterricht werden die Schüler in Muttersprachler (M) und Fremdsprachler (F) aufgeteilt
  • Anzahl der Schüler
    Seit Beginn der Schule hat man beständig neue Schüler eingeschrieben: Die platt- und deutschsprechende Anzahl der Mennoniten nimmt zu, mehr ansässige deutschsprechende Eltern schicken ihre Kinder auf die Concordia-Schule und die 50%-Quote für Fremdsprachler in den unteren Klassen ist ebenfalls schnell ausgebucht. Zur Zeit zählt die Concordia Schule zirka 400 Schüler.
  • Infrastruktur
    Das Hauptgebäude, in U-Form, ist zum Teil schon zweistöckig ausgebaut worden. Gegenwärtig befinden sich in diesem Gebäude 23 Klassenräume, zwei Räume für den Unterricht in Deutsch als Fremdsprache, eine Bibliothek, ein Büro, ein Lehrerzimmer, zwei Direktionszimmer, ein Labor, ein Musik-, ein Video-, ein Multimedia- und ein Computerraum. In einem weiteren Gebäude befinden sich die Räumlichkeiten für Handarbeit und Kochunterricht, eine Schulaula und eine Sporthalle, umgeben von einem Vor- und Innenhof und einem Fußballfeld. Besonders zu erwähnen sind:
    – Die Musikaula, wo der Musikunterricht und die Chorproben stattfinden.
    – Der Computerraum, wo 25 Schüler gleichzeitig unterrichtet werden können.
    – Die Bibliothek, mit etwa 17.000 Büchern, wo Schüler und Eltern von der Unterhaltungslektüre bis zu den neuesten Nachschlagewerken Gebrauch machen können.
  • Zukunft

Die Schülerzahl wächst, neue Unterrichtsmethoden und mehr Mittel stehen für den Unterricht zur Verfügung. Die Möglichkeiten, sich schnell wissenschaftliche Errungenschaften über Internet zugänglich zu machen, sind gegeben. Andere Länder und Kulturen kennen zu lernen ist für viele machbar geworden. Schüler lernen früher und leichter mit der „Andersartigkeit“ ihrer Kameraden, mit Fremdem und mit Neuem umzugehen. Eine persönliche Stellungnahme ist gefragt. Die Welt liegt greifbar (erlernbar) vor uns. Um aus diesem Fortschritt eine sinnvolle und stabile Erziehung werden zu lassen, müssen meines Erachtens folgende Komponenten gezielt zusammenwirken:

  1. Mehr Freiraum vom Bildungsministerium, den Unterricht nach unseren Wertvorstellungen gestalten zu dürfen, ohne dabei die Grundprinzipien der landesüblichen Erziehungsform zu vernachlässigen.
    Ein Bewusstsein der Gesellschaft, wohl eine besondere Schule in der Umgebung zu sein, aber trotzdem den Kontakt und die soziale Gemeinschaft mit dem Umfeld nicht zu meiden, sondern sich bewusst in gesunder und ausgeglichener Form zu integrieren, ohne dabei eigene Werte einzubüßen.
  2. Trägergemeinden, die in Verantwortung eine geistliche Heimat und Schulung ihrer Lehrer, Schüler und Eltern übernehmen. Das bedeutet, dass sie aus ihren eigenen Reihen Mitarbeiter (Lehrer) anwerben, die die Prinzipien der Gemeinden verinnerlicht haben und die Problematik des Umfeldes genauestens kennen.
  3. Eltern, die die Beziehung zu den Lehrern auch dann aufrecht erhalten, wenn diese nicht nach ihren persönlichen Wünschen und Vorstellungen handeln. Eltern, die schon heute wahrnehmen, was ihre Kinder morgen brauchen werden und in Zusammenarbeit mit der Schule ihre Kinder darauf vorbereiten.
  4. Lehrer, die sich mit der Schule und ihrem Auftrag identifizieren, um somit durch ihre Arbeit die Zielsetzungen der Schule näher bringen. Lehrer, die die Anforderungen der Gesellschaft kennen und dadurch die Schüler für eine angemessene Vorbereitung motivieren können. Lehrer, die die biblischen Grundwahrheiten für sich in Anspruch nehmen und trotzdem die Wissenschaft als ein Instrument ansehen, durch welches man die Schöpfung Gottes erkennen kann, um dann damit verantwortungsvoll umzugehen.
  5. Schüler, die trotz einer Erziehung zur Freiheit lernen, mit gewissen Prinzipien und Normen, die für alle da sind, zu leben. Schüler, die sich von Lehrern, Eltern, der Gemeinschaft und Gesellschaft motivieren lassen, sich für das Leben in ihrer Umgebung, mit den Mitmenschen und mit Gott vorzubereiten – auch durch Anstrengung und Entbehrung.
  6. Schule will Menschen für das Leben vorbereiten. Diese Vorbereitung beginnt im Elternhaus, wird dann von der Schule (den Lehrern) in verstärkter Weise unterstützt und ständig von der Umwelt beeinflusst und herausgefordert. Ich glaube, dass das Colegio Alemán Concordia auch in Zukunft in diesem Projekt seinen „Mann“ stehen kann, wenn wir gemeinsam und miteinander arbeiten werden.