Reglamento

I. IDENTIFIZIERUNG
Das „Colegio Aleman Concordia“ (Deutsche Concordia-Schule) ist eine vom Kultusministerium durch Beschluss Nr. 55 vom 31. März 1976, Nr. 228 vom 20. April 1976, Nr. 904 vom 22. August 1977 und Nr. 879 vom 19. Juni 1979 anerkannte Privatschule, gefördert durch die Mennonitengemeinde Concordia und die Mennoniten Brüdergemeinde Concordia, die sich unter der „Asociación Mennonita de Ayuda Evangélica“ (A.M.A.E.; Mennonitischer Verein für Evangelische Beihilfe) organisieren nach Dekret Nr. 17.403 des Jahres 1961.

Diese Schule gründet sich auf christliche Prinzipien, die von der Heiligen Schrift (der Bibel) gestützt werden; daher stellt sie dieses (vorliegende) Statut unter dem Schutz des Allmächtigen und im Rahmen der legalen Verfügungen auf.

II. EINFÜHRUNG
Die Schule wurde im Jahre 1976 gegründet und bietet eine integrale Erziehung. Die Stufen der Anfangsbildung, Grundschulbildung und „Bachillerato Humanístico“ (humanistischen Oberstufe) bilden eine erzieherische Einheit. Als solche trachtet man nach einem harmonischen Zusammenleben, einer Atmosphäre des Friedens, der Sicherheit, der freien Kommunikation und einem zwischenmenschlichen Umgang, der den Namen Christi ehrt: ein idealer Rahmen, um die Ziele der Schule anzuwenden.

Das „Colegio Alemán Concordia“ gibt einen christlichen Unterricht, wobei es sich an Kolosser 2,3 orientiert: „Christus, in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind.“ Er ist der Maßstab, die Orientierung, Hilfe und der Schutz auch in der Erziehung.

Die Schule ist ein paraguayisches, christliches und zweisprachiges (Spanisch und Deutsch) Institut, das in integraler Weise die nationalen Lehrpläne ausführt und dem Unterricht der deutschen Sprache und Kultur besondere Aufmerksamkeit widmet.

Die Schule wird von einem Schulvorstand geleitet, der sich aus sieben gewählten Mitgliedern von den Mitgliedern der A.M.A.E. zusammensetzt. Außer den gewählten Mitgliedern nehmen an den Sitzungen auch der Direktor, die Sekretärin und einer der Pastoren der Fördergemeinden teil.

III. ZWECK DES STATUTES
Der Zweck dieses Statutes ist es, den Erziehungsprozess an einem akademisch-juristisch-geistlichen Rahmen zu orientieren, um:
a. das Treffen von Entscheidungen zu erleichtern;
b. das Zusammenleben innerhalb der Verschiedenartigkeit zu harmonisieren;
c. Verantwortungen, Rechte und Funktionen genau abzustecken;
d. Bedingungen festzusetzen;
e. die Beteiligung aller in geordneter und koordinierter Form festzusetzen;
f. Gerechtigkeit und Mäßigkeit festzusetzen;
g. verstärkt vorzubeugen.

IV. ALLGEMEINE ZIELE DER SCHULE
Die Ziele der Schule passen sich an die allgemeinen Ziele der paraguayischen Erziehung an. Daher beabsichtigt sie unter anderem:
a. die Fähigkeiten der Schüler/innen zu wecken und entwickeln, um zur vollen Entfaltung zu kommen.
b. das ethische Bewusstsein der Schüler/innen zu entwickeln, damit sie ihre Bürgerrechte und -pflichten mit Würde und Ehrlichkeit übernehmen.
c. die Entwicklung und die Bildung eines christlichen Charakters zu fördern, der seine Beziehung mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus wertschätzt.

d. Werte zu entwickeln, die die Erhaltung, den Schutz und Wiederaufbau der Umwelt und Kultur begünstigen.
e. die Entwicklung und den Unterricht der Sprachen Spanisch, Deutsch und Guarani zu fördern unter Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit Paraguays.
f. die Familie als grundlegenden Kern der Gesellschaft zu stärken für die Aneignung von Werten, Rechten und Verantwortungen innerhalb des Rahmens der Liebe und des Respekts.
g. in den Schülern die Kreativität, das kritische und bewusste Denken durch Forschung und eine ständige Aktualisierung zu entwickeln.
h. eine Demokratie mit Beteiligung durch Dialog, gegenseitigen Respekt, Solidarität und Wohlstand zu generieren.
i. in den Schülern die Selbstverwaltung, die Fähigkeit zu spielen, die Erholung und das Schätzen und Respektieren ihres eigenen Körpers und dass sieh ihn gesund und harmonisch entwickelt halten, anzuregen.

V. VON DEN SCHÜLERN
5.1 BEDINGUNGEN FÜR DIE AUFNAHME IN DIE SCHULE
Die Aufnahme von Schülern wird durch die Bestimmungen dieses Artikels geregelt:

5.1.1. Aufnahme in die Stufe der Anfangserziehung

5.1.1.1. Kindergarten
a. Vor dem 31. Dezember des ersten Schuljahres 5 Jahre alt zu werden.
b. Den Reifetest bestanden zu haben.

5.1.1.2. Vorschule
a. Durch den Konsens der Lehrer des Kindergartens in die Vorschule versetzt worden zu sein.
b. 6 Jahre alt zu werden vor dem 31. Dezember des entsprechenden Schuljahres.
c. Für neue Schüler: den Reife- und den Deutschtest bestanden zu haben.

5.1.2. Aufnahme in die Stufe der Grundschulerziehung

5.1.2.1. Erstes Schuljahr
a. Durch den Konsens der Lehrer der Vorschule in das 1. Schuljahr versetzt worden zu sein.
b. Den schulischen Reifetest und Betragen zum Ende des vorherigen Schuljahres bestanden zu haben.
c. Für neue Schüler: den Reife- und den Deutschtest bestanden zu haben.

5.1.2.2. Zweites Schuljahr bis neuntes Schuljahr
a. Vom vorigen Schuljahr versetzt worden zu sein indem das Ziel jedes der Fächer, einschließlich Deutsch, mit der Mindestnote von „Ausreichend“ in Leistung und Betragen erreicht wurde.
b. Für neue Schüler: die Aufnahme- und Einstufungstests in den Fächern Deutsch, Spanisch und Mathematik bestanden zu haben.
– Die Note von 4 oder 5 in allen Fächern und Sehr Gut oder Ausgezeichnet in Betragen.

5.1.3. Aufnahme in die Stufe des „Bachillerato Humanístico“ (humanistische Oberstufe)

5.1.3.1. Vierter Kurs
a. Die Stufe der Grundschulerziehung befriedigend abgeschlossen zu haben.
b. Für neue Schüler: die Aufnahme- und den Einstufungstests in den Fächern Deutsch, Spanisch und Mathematik bestanden zu haben.
– in allen Fächern die Note 4 oder 5 erreicht zu haben und Sehr Gut oder Ausgezeichnet in Betragen.
5.1.3.2. Fünfter Kurs und sechster Kurs
a. Vom vorigen Kurs versetzt worden zu sein indem das Ziel jedes der Fächer, einschließlich Deutsch, mit der Mindestnote „Ausreichend“ in Leistung und Betragen erreicht wurde.
b. Für neue Schüler: die Aufnahme- und Einstufungstests in den Fächern Deutsch, Spanisch und Mathematik bestanden zu haben.
– Die Note 4 oder 5 in allen Fächern erreicht zu haben und Sehr Gut oder Ausgezeichnet in Betragen.

5.1.4. Eine Bescheinigung für gutes Betragen von der vorigen Schule vorzuzeigen.

5.1.5. Die erforderlichen Dokumente vorzuzeigen gemäß den Anforderungen des Kultusministeriums und der Schule.

5.1.6. Alle in diesem Statut nicht behandelten Fälle werden in der Direktion entschieden.

5.2 VOM BLEIBEN AN DER SCHULE

Das Bleiben der Schüler richtet sich nach den Bestimmungen dieses Artikels:
a. Die Schule behält sich das Recht vor, sitzen gebliebene Schüler und bedingte Schüler nicht wieder einzuschreiben.
b. Nur Schüler, die die Note „Gut” oder höher im Betragen erreicht haben, werden wieder eingeschrieben.
c. Nicht wieder eingeschrieben werden die Schüler, die nicht die Nachexamen bestanden haben, nachdem sie im normalen Schuljahr durchgefallen sind.
d. Nicht wieder eingeschrieben werden Schüler, wenn sie oder ihre Eltern schwere Verstöße begehen, die die Annullierung der Einschreibung zur Folge haben.
e. Im Fall von Deutsch als Muttersprache bis zur Beendigung der Stufe der Grundschulbildung, geht ein Schüler, nachdem er durchfällt, in die Gruppe Deutsch als Fremdsprache, wo er die Ziele des Faches im ersten Jahr der besagten Stufe erreichen muss.
f. Die Schule behält sich das Recht vor, einen Schüler, der in Deutsch als Fremdsprache durchfällt, nicht einzuschreiben.
g. In der Stufe des „Bachillerato“ gibt es keine Versetzung in den nächsten Kurs, wenn ein Schüler in Deutsch durchfällt, ob es als Mutter- oder Fremdsprache ist.
h. Für Schüler des 4. und 6. Kurses sind die Examen für das Deutschdiplom I und II jeweils obligatorisch.

5.3 VON DEN RECHTEN DER SCHÜLER

Es sind die Rechte der Schüler:
a. zur Schule zu gehen in einem gesunden Klima, das eine integrale Bildung begünstigt.
b. über die Regeln und Statuten der Schule informiert zu sein.
c. Zugang zu haben zu den Ergebnissen der Bewertung und die ihnen entsprechenden Erklärungen zu verlangen.
d. respektiert zu werden, wenn sie sprechen.
e. gut behandelt zu werden innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers.
f. am Erziehungsprozess ohne Störung teilzunehmen, in einer angemessenen Umgebung.
g. die Hilfe von zuständigen Personen zu suchen (innerhalb des Institutes) wenn sie Probleme irgendwelcher Art haben.
h. Die Beratung von einem oder mehr Lehrern zu erbitten, um irgendeine studentische Aktivität durchzuführen, in die der Name der Schule mit einbezogen wird.
i. an den Klubs, die die Schule anbietet, teilzunehmen.
j. Aktivitäten innerhalb der Möglichkeiten, die die Schule bietet, zu organisieren.
k. vom Lokal der Schule Gebrauch zu machen in Übereinstimmung mit der geltenden Ordnung.
l. Informationsblätter und/oder Zeitungen, Zeitschriften oder Bücher mit Beratung von einem oder mehreren Lehrern herauszugeben nach vorheriger Genehmigung der Direktion.
m. Rundschreiben, Flugblätter zu verteilen, Plakate an den geeigneten Stellen zu befestigen mit der Genehmigung der Direktion.
  n. Gesuche einzureichen: 1. persönlich, der Hierarchie folgend, je nach Umständen beim Lehrer, Klassenlehrer, Koordinator, Direktor. 2. durch den Klassensprecher.

5.4 VON DEN PFLICHTEN DER SCHÜLER

Das Studium ist eine Grundpflicht der Schüler und setzt sich in der folgenden Art zusammen: Dass die Schüler:
a. den heiligen Namen von Jesus als Sohn Gottes, sein Wort und die Ausübung unseres christlichen Glaubens respektieren. Dass sie auf die Schöpfung Gottes, ihren eigenen Körper, den ihrer Mitmenschen und all unsere Umwelt Acht geben.
b. das Vaterland, das nationale Grundgesetz, die Normen, Regeln und die nationalen Gesetze und die geltenden der Schule respektieren.
c. die eigene und fremde Habe respektieren und auf sie achten.
d. Wahrhaftigkeit und Übereinstimmung zwischen Worten und Taten zeigen und den Schulautoritäten gehorchen.
e. Fleiß in den in jedem Fach aufgetragenen Arbeiten zeigen, immer in dem Bestreben, hervorragende Leistungen zu erbringen. Dass sie helfen, ein gutes Lernklima zu erreichen.
f. nach einem Verhalten trachten, das mit den göttlichen, in der Bibel betrachteten Prinzipien übereinstimmt; und wenn sie vor einem Problem stehen, die Hilfe von zuständigen Personen innerhalb des Institutes suchen.
g. regelmäßig und pünktlich an den Klassen, Proben und lehrplanmäßigen und neben-lehrplanmäßigen Aktivitäten teilnehmen, die von der Schule und/oder dem Kultusministerium geplant werden, mit der entsprechenden Uniform.
h. anständige Kleidung brauchen.
i. um die Genehmigung der Direktion bitten und/oder der Koordination um sich aus irgendeinem Grund während der Unterrichtsstunden zu entfernen.
j. die Beschlüsse der Schule akzeptieren und unterstützen und andere nicht gegen diese aufwiegeln.
k. schriftlich um die Erlaubnis der Schulautoritäten bitten, um lehrplanmäßige und außerlehrplanmäßige Aktivitäten zu organisieren, und dabei die Ziele erläutern und die Verantwortlichen derselben erwähnen. Dasselbe gilt für Veröffentlichung, Herausgabe und Verteilung von Material jeglicher Art.
l. die Beratung der Lehrer oder des technischen Teams der Schule erbitten, um irgendeine studentische Aktivität durchzuführen, die den Namen der Schule mit einbezieht.
m. den Eltern oder Vertretern die schriftlichen oder mündlichen Mitteilungen, die von der Schule geschickt werden, weitergeben und das unterschriebene Dokument, den Wochenbericht, die Zeugnisse von den Eltern oder Vertretern unterschrieben am angezeigten Datum als Beweis, die Bekanntgabe erhalten zu haben, dem Institut zurückgeben.

5.5 ENTSAGUNGEN / VERBOTE
Die Schüler entsagen Folgendem:
a. Sie verzichten darauf, Wertsachen zur Schule zu bringen. Die Schule übernimmt keinerlei Haftung für Verlust oder Schaden.
b. Konsum von Speisen oder Getränken im Klassenraum und in allen pädagogischen Räumen des Instituts.
c. Einführen oder Konsum von alkoholischen Getränken oder Sucht erzeugenden Substanzen in der Schule und bei anderen Programmen, die vom Institut organisiert werden.
d. Kauf, Verkauf und Benutzung von Büchern, Zeitschriften und anderen Materialien, die nicht vom Institut empfohlen werden.
e. Einführen und Tragen von Waffen jeglicher Art.

VI. VON DEN ELTERN UND/ODER VERTRETERN

6.1 VON DEN RECHTEN

Die Eltern und/oder Vertreter haben die folgenden Rechte:
a. Berichte über das Betragen ihrer Kinder zu erhalten.
b. Information über lehrplanmäßige, mit-lehrplanmäßige und außer-lehrplanmäßige Aktivitäten zu erhalten.
c. Die Statuten und offiziellen Anordnungen der Schule zu kennen.
d. Um Unterredung mit dem Unterrichtspersonal zu bitten um sich zu beraten und Besorgnisse zu teilen über ihre Kinder und die Schulaktivitäten.
e. In Gegenwart des betreffenden Lehrers Zugang zu erhalten zu den Dokumenten, die sich auf die akademische Aktivität ihrer Kinder beziehen wie Proben, praktische Arbeiten oder Notenlisten und in Gegenwart des Verwaltungspersonals zu den Karteikarten mit den Zahlungen. Weder diese Dokumente noch Kopien davon können aus der Schule entfernt werden.
f. Ihre Beschwerden, Klagen, Besorgnisse und Vorschläge bei den Schulautoritäten schriftlich einzureichen.
g. Die erforderlichen offiziellen Dokumente für einen Schulwechsel ihrer Kinder zu erhalten unter der Bedingung, dass sie die Rechnungen im Sekretariat der Schule bezahlt haben.
h. Aktivitäten zu organisieren, die die Schule in ihrer Erziehungs-Aufgabe unterstützen, nach Genehmigung der Direktion.
i. An allen Ereignissen teilzunehmen, zu denen sie eingeladen sind.
j. Mit der Schule zusammenzuarbeiten bei den Bemühungen, die darauf gerichtet sind, das vom Institut angebotene Bildungsprogramm zu verbessern und vergrößern.

6.2 VON DEN PFLICHTEN

Die Pflichten der legalen Vertreter der Schüler sind:
a. Mit dem Lehrkörper zusammenzuarbeiten, um den größtmöglichen akademischen Nutzen und die beste integrale Bildung ihrer Kinder zu erreichen.
b. Ihr Kind mit den Utensilien, dem Lehrmaterial und den Uniformen zu versorgen, die vom Institut verlangt werden, damit es eine förderliche Arbeit ausführen kann gemäß seiner Fähigkeit.
c. Ihre Kinder einzuschreiben und die Einschreibegebühr und das Schulgeld innerhalb der von der Verwaltung festgesetzten Fristen zu zahlen.
d. Im Sekretariat in der angegebenen Frist die verlangten Dokumente für die Einschreibung und das Bleiben ihrer Kinder an der Schule als ordnungsgemäße Schüler vorzuzeigen.
e. Die Dokumente (Wochenbericht, Zeugnis) zu unterschreiben und der Schule in der angegebenen Frist zurückzugeben.
f. Dafür zu sorgen, dass ihr Kind eine angemessen Zeit für einen stärkenden Schlaf hat und um sich vorzubereiten, zu forschen, Schulaufgaben auszuarbeiten, zu den Aktivitäten zu kommen, die von der Schule gefordert werden.
g. Zu erscheinen bei Versammlungen und/oder Unterredungen, die von autorisiertem Personal der Schule einberufen werden.
h. Abwesenheiten und verspätete Ankünfte innerhalb der von der Schule festgesetzten Fristen zu rechtfertigen.
i. Schriftlich die Teilnahme ihrer Kinder an Ausflügen, Freizeiten und anderen Aktivitäten zu genehmigen, die ihnen zur Erwägung von der Schule oder den Klassenlehrern vorgelegt werden.
j. Den Lehr- und Verwaltungskörper der Schule mit Respekt, Korrektheit und Anstand zu behandeln.
k. Eine ständige und angemessene Kontrolle über ihre Kinder zu behalten; mit der Schule zusammenzuarbeiten, damit jene den geltenden Statuten und den vom Institut getroffenen Maßnahmen Folge leisten.
l. Sich zu informieren und die von der Direktion gefassten Beschlüsse zu befolgen.
m. Die der elterlichen Gewalt innewohnende Verantwortung zu übernehmen und anzuerkennen, dass diese nicht von den Erziehern oder anderem Personal der Schule ersetzt werden wird.
n. Die Haftung für irgendwelche Schäden, die die Schüler am Eigentum der Schule anrichten, zu übernehmen.
o. Der Schule die endgültige Entfernung des Schülers 24 Stunden vorher schriftlich mitzuteilen, wobei sie auf dem Laufenden sein müssen mit der Zahlung ihrer Verpflichtungen.

6.3 VON DEN ENTSAGUNGEN

Die Eltern und/oder Vertreter verzichten darauf,
a. persönlich oder mit der Beistimmung von Anderen von vornherein gegen die Beschlüsse des Institutes zu sein.
b. ein anderes Elternteil oder eine Gruppe von Eltern dazu anzuhalten, die Entscheidungen der Schule zu missachten.
c. mit Worten oder Taten den Lehrkörper, das Verwaltungs- und Wartungs-Personal der Schule verächtlich zu behandeln.
d. die Schule zu diffamieren.
e. sich an höhere Instanzen und/oder Massenkommunikationsmedien zu wenden, bevor die Instanzen innerhalb der Schule ausgeschöpft wurden.

VII. VON DER DISZIPLIN

Die Disziplin des Schülers ist Konsequenz der übernommenen Verpflichtung gegenüber der Schule, die ihrerseits verpflichtet ist, die Bedingungen und die Atmosphäre zu schaffen, damit die Lehrer ihre instruktive und formative Aufgabe ausführen können mit dem Ziel, dass die Schüler effektiv lernen können.

7.1. VON DEN VERSTÖßEN

7.1.1. Leichte Verstöße sind:
a. Unhöflichkeit gegenüber den Angestellten des Institutes.
b. Die Beschimpfungen und andere Beleidigungen, die für einen Mitschüler wenig Bedeutung haben.
c. Störende Geräusche innerhalb und außerhalb der Klasse zu machen.
d. Unanständige Wörter, Ausdrücke, Gesten oder obszöne Zeichnungen zu brauchen.
e. Sich zu verspäten, wenn es Zeit ist, morgens und nach der Pause in die Schulstunde zu gehen.
f. Einen anderen Kurs oder Klasse zu betreten, während dort Unterricht stattfindet.
g. Die aufgegebenen Hausaufgaben nicht zu erledigen.
h. Im Klassenzimmer Speise zu sich zu nehmen.
i. In der Bibliothek zu stören.
j. Nicht ihre von der Schule bestimmten Verantwortungen zu erfüllen.
k. Sich freiwillig zu entfernen, nachdem sie es der Direktion mitgeteilt haben.
l. Die späte oder gar keine Einhändigung des Informationsberichtes.
m. Alles verwerfliche und für Schüler unschickliche Verhalten, das nach Urteil des Direktionsteams nicht schlimm war.

7.1.2. Schwere Verstöße sind:
a. Zurückzufallen in leichte Vergehen.
b. die Kennzeichen und/oder Embleme des Landes oder der Schule zu verfluchen, entehren oder zerstören.
c. Dem Leitungs-, Lehr-, Verwaltungs- und Wartungspersonal der Schule oder den Mitschülern gegenüber respektlos zu sein, sie anzugreifen, zu beleidigen, schmähen, verleumden oder zu bedrohen.
d. Anordnungen der Schulautoritäten und/oder Verfügungen des Kultusministeriums zu missachten.
e. Nichtanwesenheit bei Aktivitäten, die von der Schule und/oder dem Kultusministerium organisiert werden ohne die gebührende Rechtfertigung.
f. Material, das nicht von der Schuldirektion gutgeheißen ist, herauszugeben, zu veröffentlichen oder zu verteilen.
g. Aktivitäten, die nicht genehmigt sind, zu veranlassen und durchzuführen.
h. Sich zu weigern, die angewandten Strafen für schwere Verstöße zu erfüllen.
i. Den Namen der Schule in nicht genehmigten Aktivitäten zu verwenden.
j. Einen anderen Schüler oder eine Gruppe von Schülern gegen die Anordnungen der Schule aufzuwiegeln.
k. Sich irgendeinen Gegenstand von Mitschülern, Lehrern oder weiterem Schulpersonal anzueignen.
l. Betrug im Bewertungsprozess zu versuchen und/oder zu begehen.
m. Eine Waffe irgendeiner Art zu besitzen und bei sich zu tragen.
n. Die Unterschrift der Eltern oder Vertreter in den Schuldokumenten (Zeugnissen, Rundschreiben, Mitteilungen und anderen Dokumenten) zu fälschen.
o. Irgendein Gut der Schule, des Lehrkörpers oder der Mitschüler zu zerstören.
  p. Irgendeine toxische oder Sucht erzeugende Substanz zu brauchen, die von den Landesgesetzen verboten ist, in jeglicher Aktivität, die in Verbindung mit oder von der Schule durchgeführt wird, oder sogar außerhalb des Institutes, wenn der Fall richtig identifiziert und bewiesen ist.
q. Das Grundstück des Institutes oder einen anderen Ort zu verlassen, wo eine von der Schule organisierte Aktivität durchgeführt wird, ohne vorherige Genehmigung von der Direktion oder befugtem Personal je nach Anlass.
r. Unanständige Handlungsweisen zur Schau zu stellen innerhalb und außerhalb der Schule, wenn sie diese mit einbeziehen.
s. Alkoholische Getränke zu sich zu nehmen, zu rauchen, Kaugummi zu kauen und Ton- oder Kommunikationsgeräte in der Schule und bei Schulaktivitäten außerhalb des Institutes zu brauchen.
t. Irgendein anderes für Schüler verwerfliches und unschickliches Verhalten, das nach Urteil der Direktion schlimm ist.

7.2. VON DEN DISZIPLINARMAßNAHMEN

7.2.1. Die entsprechenden Strafen für leichte Verstöße sind:
a. Privater Verweis.
b. Anmerkung in der Klassenmappe oder in den persönlichen Akten.
c. Verweisung aus der Klasse.
d. Verwarnung durch den Lehrer, Koordinator oder den Direktor und dass das Erscheinen der Eltern oder Vertretern bei diesen erbeten wird.
e. Ähnliche, die von der Schuldirektion für passend gehalten werden.

7.2.2. Die Strafen für schwere Verstöße sind:
a. Unterrichtssperre für ein bis fünf Tage, wobei die Proben und alle weiteren Arbeiten, die in diesen Tagen stattfinden, verpasst werden, ohne das Recht sie nachträglich nachzuholen.
b. Verlust des Schuljahres.
c. Endgültiger Ausschluss.
d. Ähnliche, die von der Schuldirektion für passend gehalten werden.

7.2.3. Die Direktion, der Lehrerkonsens und/oder der Schulvorstand hat/haben das Recht andere Strafen aufzuerlegen, als die in diesem Statut erwähnten.

7.2.4. Die Schüler, die vom Unterricht gesperrt sind, verlieren das Recht auf die festgelegten und durchgeführten Proben während des oder der Tage(s), die die Sperrstrafe dauert, wenn es für einen schweren Verstoß ist.

7.3 VON DER ANWENDUNG DER DISZIPLINARMAßNAHMEN

7.3.1 Die Anwendung der Strafen wird nach den folgenden Anordnungen ausgeführt:
a. Im Falle von leichten Verstößen, werden sie von dem vom Verstoß betroffenen Lehrer bestraft, von der Koordination oder der Direktion der Schule.
b. Im Falle von schweren Verstößen, werden die Strafen von der Koordination oder der Direktion der Schule angewandt, indem sie den geltenden Anordnungen zum Thema folgen.

7.4 ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

7.4.1. Die Direktion und/oder Koordination der Schule wird die Gültigkeit der von den Eltern oder Vertretern gemachten Rechtfertigung beurteilen und hat die Befugnis, eine ärztliche Bescheinigung zu verlangen, wenn sie es für nötig hält.

7.4.2. Mit der Nichtanwesenheit wegen Sperre oder aus nicht gerechtfertigtem Grund an Tagen von zählenden Proben geht das Recht darauf, sie nachzuholen, oder dass Arbeiten benotet werden, die während der Abwesenheit/en durchgeführt wurden, verloren.

7.4.3. Die gesperrten Schüler/innen können an keiner Aktivität, die von der Schule durchgeführt wird, teilnehmen, noch das Grundstück derselben betreten oder die Orte, wo vom Institut organisierte Aktivitäten durchgeführt werden.

VIII. VON DEN BEZIEHUNGEN – KOMMUNIKATION

8.1. Beziehungen zu den Lehrern: Der Lehrer repräsentiert die Autorität der Schule und die Schüler schulden ihm Respekt und Folgsamkeit. Die Anordnungen und Weisungen der Lehrer und Direktoren müssen von den Schülern befolgt werden. Der Schüler, der eine Disziplinarmaßnahme, die ihn betrifft, als ungerecht ansieht, versucht diese Meinungsverschiedenheit mit dem Lehrer in der nächsten Pause zu lösen, wobei er seine Einwände auf korrekte Art und deutlich ausdrücken soll. Falls es zu keiner Lösung kommt, kann der Schüler während der Pause oder beim Verlassen der Schule bei der Direktion erscheinen.

8.2. In der Schule sind Schüler von verschiedenen Kulturen. Es wird erwartet, dass die Schüler diesen Umstand nutzen und dass die Eltern eine Begegnung der verschiedenen Kulturen unterstützen, insbesondere im Falle der paraguayischen und deutschen Kultur.

8.3. Mündliche Beratungen – Zu Beginn des Schuljahres wird ein Rundschreiben mit dem Stundenplan der Sprechzeiten der Lehrer und Direktoren verschickt. Dem Schulpersonal ist es verboten, Beratungswünsche der Eltern während ihres Unterrichts zu befriedigen.

8.4. Informationsversammlungen – Es wird erwartet, dass die Eltern an den Informationsversammlungen, zu denen die Direktion lädt, teilnehmen.

8.5. Adress-/Telefonverzeichnis. – Die Eltern werden gebeten, ihre Privat-, Berufs- oder Geschäftsadresse immer zu aktualisieren und vollständig zu halten.

8.6. Unanständigkeit von Eltern innerhalb des Institutes: Der/Die Schüler/in dessen/deren Vater, Mutter oder Vertreter irgendeinen Beamten des Institutes schlecht behandelt, indem er/sie nicht angebrachtes Vokabular, Gesten oder physische Misshandlung benutzt, kann vom Institut ausgeschlossen werden, indem seine/ihre Studienbescheinigung ausgehändigt wird.


IX. ALLGEMEINE INFORMATIONEN

A) Einschreibung, Material – Die Einschreibung muss gemacht sein gemäß dem vom Schulvorstand festgesetzten Datum. Im gegenteiligen Fall verpflichtet sich die Schule nicht, einen Platz zu reservieren. – Die jährlichen Materialkosten für Testmaterial, Prüfungsblätter und einen Teil des Materials für Werken, Zeichnen, Naturwissenschaften, Zeugnisse, Berichte usw. sind spätestens bis zum 10. Mai zu bezahlen.

B) Der Vorstand des „Colegio Alemán Concordia“ setzt die Höhe des Schulgeldes zu Beginn des Schuljahres fest. Das Schulgeld und die weiteren Rechnungen (außer Materialkosten) sind bis zum 10. jedes entsprechenden Monats zu zahlen; ab dann werden zusätzliche Aufschläge erhoben. Nach drei Monaten Rückstand behält sich der Schulvorstand das Recht vor, die Einschreibung zu annullieren. – Im Falle, dass durch Regierungsanordnung eine Erhöhung der Gehälter oder eine Maßnahme, die das Institut finanziell betrifft, verfügt wird, behält sich die Schule das Recht vor, eine Anpassung des Schulgeldes während des Schuljahres vorzunehmen. – Um das Zeugnis oder, wenn es der Fall ist, die Studienbescheinigung abzuholen und um das Recht auf Abschlussprüfungen zu haben, ist es Bedingung, sich nicht im Verzug zu befinden mit der Zahlung der Rechnungen.

C) Beglaubigung, Ausstellen von Titeln – Zu Ende des Jahres müssen alle Schüler pro Fach und Kurs den von den offiziellen Behörden bestimmten Betrag für Examen, Beglaubigung von Tabellen, Stempel usw. zahlen. – Die Schüler der Abschlussklasse müssen die festgesetzten Beträge für Studienbescheinigungen und Besorgen des offiziellen Titels zahlen.

D) Uniform – Der Gebrauch der Uniform, deren Beschreibung in diesem Statut enthalten ist, ist in der Schule Pflicht und die Schüler, die ohne sie erscheinen, werden bestraft oder zurück nach Hause geschickt. Ab dem 3. Schuljahr wird Uniform für Sport und Galauniform für alle Schüler für besondere Aufführungen gefordert. Schüler des 1. und 2. Schuljahres müssen für Sport das T-Shirt der Schule haben. Zu besonderen Gelegenheiten wie z.B. Gedenkfeiern, ist die Direktion der Schule befugt, die Erlaubnis zu geben, ohne Uniform zu kommen, wenn die Schüler sorgfältig angezogen kommen.

9.1 BESCHREIBUNG DER UNIFORM

9.1.1. „Pre-Primaria” (Vor der Grundschule: Kindergarten und Vorschule):
Trainingsanzug der Schule oder marineblaue Shorts mit einem T-Shirt mit dem Abzeichen der „Pre-Primaria” (himmelblau, mit marineblauem Kragen und Bund).
Jungen: Sportschuhe oder Schuhe. Mädchen: Sportschuhe oder Schuhe.

9.1.2. Grundschule:
9.1.2.1. Jungen: marineblaue Hosen (Bermudashorts oder lange Hosen), himmelblaues Hemd mit dem Schulabzeichen oder der Trainingsanzug und das Sport-T-Shirt der Schule; Schuhe oder Sportschuhe (vorzugsweise dunkle), marineblaue Socken.
An kalten Tagen: Vollständiger Trainingsanzug oder die tägliche Uniform der Schule; Pullover oder Strickjacke mit einem V-Ausschnitt mit dem Schulabzeichen, marineblauer oder schwarzer Parka oder Jacke (glatt, ohne Aufdrucke), marineblaue Socken, Sportschuhe oder Schuhe (vorzugsweise dunkle).
9.1.2.2. Mädchen: marineblauer Rock – bis zu den Knien (Modell der Schule), himmelblaues Hemd mit Schulabzeichen und Trainingsanzug und Sport-T-Shirt der Schule, marineblaue Socken, Schuhe oder Sportschuhe (vorzugsweise dunkle).
An kalten Tagen: vollständiger Trainingsanzug oder die tägliche Uniform der Schule, Pullover oder Strickjacke mit einem V-Ausschnitt mit Schulabzeichen, marineblauer oder schwarzer Parka oder Jacke (glatt, ohne Aufdrucke), marineblaue Socken, Schuhe oder Sportschuhe (vorzugsweise dunkle).
9.1.2.3. Sportuniform:
Mädchen und Jungen: Trainingsanzug oder marineblaue Shorts der Schule, Schul-T-Shirt, marineblaue Socken, Sportschuhe.
Die Shorts sind nur für die Sportstunden erlaubt. Dies gilt für Jungen und Mädchen.

9.1.3. Sekundarschule (ab dem 7. Schuljahr)
9.1.3.1. Jungen: marineblaue lange Stoffhosen, himmelblaues Hemd mit dem Schulabzeichen oder der Trainingsanzug und das Sport-T-Shirt der Schule; marineblaue Socken, Sportschuhe oder Schuhe (vorzugsweise dunkle),.
An kalten Tagen: Vollständiger Trainingsanzug oder die tägliche Uniform der Schule; Pullover oder Strickjacke mit einem V-Ausschnitt mit dem Schulabzeichen, marineblauer oder schwarzer Parka oder Jacke (glatt, ohne Aufdrucke), marineblaue Socken, Sportschuhe oder Schuhe (vorzugsweise dunkle).
9.1.3.2. Mädchen: marineblauer Rock – bis zu den Knien (Modell der Schule), oder Trainingsanzug der Schule, marineblaue Socken, Sportschuhe oder Schuhe (vorzugsweise dunkle).
An kalten Tagen: vollständiger Trainingsanzug oder die tägliche Uniform der Schule, Pullover oder Strickjacke mit einem V-Ausschnitt mit Schulabzeichen, marineblauer oder schwarzer Parka oder Jacke (glatt, ohne Aufdrucke), marineblaue Socken, Schuhe oder Sportschuhe (vorzugsweise dunkle).
9.1.3.3. Sportuniform:
Mädchen und Jungen: vollständiger Trainingsanzug oder marineblaue Shorts der Schule, Schul-T-Shirt, marineblaue Socken, Sportschuhe.
Die Shorts sind nur für die Sportstunden erlaubt. Dies gilt für Jungen und Mädchen.
9.1.3.4. Choruniform (besondere Aufführungen):
Jungen: marineblaue Stoffhosen, weißes langärmeliges Hemd, marineblaue Socken, Schulkrawatte, schwarze Schuhe. An kalten Tagen mit dem Pullover mit V-Ausschnitt mit dem Schulabzeichen.
Mädchen: marineblauer Rock – bis zu den Knien (Schulmodell), weißes langärmeliges Hemd, marineblaue Socken, Schulkrawatte, schwarze Schuhe. An kalten Tagen mit dem Pullover mit V-Ausschnitt und Schulabzeichen.

X. SCHLUSSBESTIMMUNGEN

A) Gültigkeit – Dieses Statut ersetzt das Statut vom Monat Dezember 1997 und ist gültig solange es nicht ausdrücklich aufgehoben wird.

B) Änderungen – Dieses interne Statut kann durch das Leitungsteam zusammen mit dem Schulvorstand geändert werden.

C) Verbindlichkeit – Mit der Einschreibung unterschreiben die Eltern oder Vertreter ein Blatt mit dem sie bescheinigen, ein Exemplar dieses Statutes erhalten zu haben und dass sie dessen Bestimmungen annehmen.